Färbermarkt und Färbetage 2017

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Am Sonntag, 7.5.2017 ist wieder Färbermarkt in Gutau, von 8:30 bis 17 Uhr –
hier das Programm!
Auch die Zeugfärberei ist wieder dabei:
ab 9:30 werden wir in der Zeugfärberei im Erdgeschoss der Alten Schule wieder das blaue Wunder erlebbar machen. Zu jeder vollen und halben Stunde wird gefärbt. Außer von 14 Uhr bis 15:30 während der Modeschau, an der sind wir nämlich diesmal beteiligt.
Achtung: der Eingang zur Färberei ist auf der Rückseite des Hauses, also auf der Parkplatz-Seite.

Zeug färben im mai

2016_DSC07523_zf_kuepenraum-gruen_klHeuer probieren wir das erste Mal aus, im Anschluss an den Färbermarkt ein paar Färbetage in der Zeugfärberei zu machen, um Interessierten, die weiter weg wohnen eine spannende Kombination zu ermöglichen:
die verschiedenen Arten von europäischem Blaudruck am Färbermarkt zu bewundern, und dann ein paar Tage selbst gemütlich experimentieren… das klingt doch gut.

 Also: entspannte Färbetage in der Zeugfärberei Gutau
von Mo, 8.5. bis Do, 11.5.2017 jeweils 12:00 bis ca. 18:00.

Da aus Platzgründen nur eine begrenzte Teilnehmer/innenzahl sinnvoll nebeneinander arbeiten kann (höchstens 12), muss man sich für die Gutauer Färbetage bei uns anmelden – auf unserer Kontakt-Seite.

Die Fähigkeit zu eigenständigem Werken, selbstständigem Denken und verantwortungsbewusstem Handeln sind Voraussetzung für eine Teilnahme.

Wer sonst mal reinschnuppern will, kann das
jeden letzten Sonntag im Monat von 11-18 Uhr machen.
Dafür ist keine Anmeldung notwendig,
wer da ist, ist da, und wer nicht da ist, ist wo anders.

Außerdem halten wir am 20.5.2017 in Kooperation mit dem Forum Volkskultur OÖ einen Tagesworkshop in der Zeugfärberei  – Details hier.

 

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Textilbespannung von Schiebetüren im Freien Radio Freistadt

20160714_130249_frf-wand_klSchön, dass es in der Nähwerkstatt so viel Platz auf dem Boden gibt, da konnten wir (Martin und Janina) einige Quadratmeter Stoff mit Musterwalzen gestalten.

20160714_131301_bearb_klMan sieht hier nur Janina, weil Martin
gerade hinter der Kamera versteckt ist.

20160715_081737_frf-wand_klWir haben viele Musterschichten über einander gewalzt
um den Eindruck von einer Mühlviertler Hügellandschaft zu erwecken.

Zwischendurch musste es immer wieder trocknen.

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Im Freien Radio Freistadt schmückt die Schiebetüre seit Sommer 2016 das Aufnahme-Studio, dahinter verbirgt sich Abstellplatz für diverse Technik.DSC00738_frf-wand_kl
Es war für uns eine willkommene Herausforderung, so eine große Fläche zu gestalten und die Arbeit daran hat uns Spaß gemacht.

Danke Freies Radio Freistadt.

(Falls jemand Interesse an einer textilen Wandgestaltung mit Musterwalzen hat, kann sich gerne bei uns melden,  wir schauen dann, ob es für uns realisierbar ist)

zur Kontaktseite

mehr zu Musterwalzen

 

 

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die Werkstatt in Entwicklung

Nachdem wir ja Quereinsteiger/innen im Färben mit Indigo sind und uns experimentell  an verschiedene Reserve-Verfahren für die Stoffgestaltung mit Küpenfärbung herantasten, kommen wir mit der Zeit immer wieder drauf, dass eine andere Raumnutzung praktischer wäre… auch Hilfsgeräte kommen so nach und nach dazu und müssen übersichtlich und erreichbar gelagert werden… jedenfalls ist die Zeugfärberei-Werkstatt bisher oft in Bewegung und wird Schrittweise immer besser und ausgegorener. Mal schauen, wie es weitergeht.

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Wachs-Reservetechnik

Rund um die Welt wird schon seit Jahrtausenden gefärbt und mit verschiedenen Techniken Teile vom Stoff „reserviert“.
Eine weit verbreitete Art ist die Wachsreserve, oft auch als Batik bekannt. Hier wird mittels Stempel, Pinsel, Schaumgummi oder Tjanting heißes Wachs auf den Stoff aufgebracht.

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Nachdem das Muster abgekühlt ist und das Wachs erstarrt, ist die Reserve sehr robust und kann in der Indigoküpe gefärbt werden.

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Nach dem Auswaschen der Indigoreste wird der Stoff in fast kochendem Wasser gespült, wodurch sich das Wachs an der Wasseroberfläche sammelt und mit etwas Geschick beim Rausholen des Stoffes im Topf bleibt, von wo man es relativ leicht von der Oberfläche abschöpfen kann.

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Färbermarkt 2015

Geschafft.
Am heurigen Färbermarkt in Gutau war die Zeugfärberei zum ersten Mal  mit dabei._DSC0047Ungefähr 400 Interessierte haben in der Zeugfärberei das Blaue Wunder erlebt. Wir hatten unsere Tür für die BesucherInnen geöffnet und im Halbstundentakt erzählten Janina und Maria von der Indigofärberei, Reservierungstechniken, Blaudruck, Siebdruck und unseren Experimenten._DSC0128_DSC0119
Unter der Buche hinter der Alten Schule stand unser Marktzelt mit den Ergebnissen der letzten 3 Monate, das von Zeitgenossinnen liebevoll betreut wurde. Vielen Dank an alle HelferInnen!_DSC0111_DSC0046 _DSC0045

Erste Blaudruckschritte

2014 haben wir angefangen, uns näher mit dem Blaudruck zu befassen. Wir haben uns zuerst so gut als möglich eingelesen und sind dann zum Experiment übergegangen.
Um einen gewissen Überblick zu behalten, haben wir jedem Papp-Versuch einen Buchstaben gegeben und diesen mit Stencil-cut-Siebdrucktechnik auf vorher beschriftete Stofffetzerl gedruckt.

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Wir haben viele verschieden Nori-Pasten-Varianten ausprobiert

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Es gab bessere (=guter Kontrast, weiß auf blau) und schlechtere (=flaue Reserve oder ausgewaschen während des Färbens) Ergebnisse in der Versuchsreihe. Wir haben uns eine Feinwaage zugelegt, um die Verhältnisse genau dokumentieren zu können, aber richtig wiederholbar war bisher keiner der gut reservierenden Papps… auf dem Gebiet (wie auf allen anderen auch) ist noch ein breites Experimentierfeld.

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Nach dem Buchstaben N haben wir (Martin und Janina) mit Maria und Cimi angefangen, die Zeugfärberei in der Alten Schule Gutau einzurichten.

Seit dem ist schon einiges weitergegangen, manches ist klarer, viele Experimental-Abzweigungen warten auf Fortsetzung, einige gute Reservedrucke sind uns schon gelungen, hin und wieder gibt es totale Reinfälle und sehr oft Überraschungen…

Was bis jetzt auf jeden Fall geklärt werden konnte, ist, dass der Blaudruck sich gut mit dem Siebdruck verbinden lässt.

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1A Spitzenqualität und das Experiment

Die Zeugfärberei ist kein professioneller Färbebetrieb.
Wichtiger als wiederholbare Ergebnisse sind uns das Experiment, der offene Zugang an die Thematik und die Freude am Tun!
Doch was vorerst wie ein Fehler aussieht, entpuppt sich öfters als gelungener Zufall, dadurch kommen viele verschiedene spannende Variationen heraus, wovon jedes einzelne Stück ein Unikat ist. Hier einige Ergebnisse aus dem Jahr 2015 (bis auf die Stickerei „Versuch macht klug“: die hängt in der Färberei Volprecht in Sachsen.)

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Das blaue Wunder

In der Küpe wird der Indigostaub durch z.B. Natriumdithionit oder Henna und Fruktose reduziert (es gibt viele verschiedene Reduktionsmethoden), dadurch kann sich der Indigo im stark alkalischen Wasser lösen und verändert seine Farbe in der Küpe zu einer grün-gelblichen und durchsichtigen Suppe (Leukoindigo), die von oben aber trotzdem dunkel ausschaut.

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Wird ein Stoff eingetaucht, setzen sich gelöste Idigo-Partikel auf der Oberfläche des Gewebes fest. Beim Herausziehen ist der Stoff kurze Zeit richtig hellgrün, der gelöste Indigo reagiert mit der Luft und verwandelt sich in seine blaue Form zurück, nur durch diese Transformation kann sich der Indigo dauerhaft an das Gewebe binden.

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Das ist das blaue Wunder.

Zwischen jedem mal eintauchen (Zug) muss gewartet werden, bis der ganze Stoff komplett blau geworden ist. In Falten oder sehr dicken Schichten blaut der Indigo schlecht bis garnicht (H2O-Mangel).
Ab dem 4. Zug sieht man das Grün natürlich nicht mehr so strahlend, aber doch noch klar. Und gefärbt werden so viele Züge, wie dunkel man den Stoff eben haben möchte.

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