Das blaue Wunder

In der Küpe wird der Indigostaub durch das Natriumdithionit reduziert, dadurch kann sich der Indigo im Wasser lösen und verändert seine Farbe in der Küpe zu einer grün-gelblichen und durchsichtigen Suppe (Leukoindigo), die von oben aber trotzdem dunkel ausschaut.

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Wird ein Stoff eingetaucht, setzen sich gelöste Idigo-Partikel auf der Oberfläche des Gewebes fest. Beim Herausziehen ist der Stoff kurze Zeit richtig hellgrün, der gelöste Indigo reagiert mit der Luft und verwandelt sich in seine blaue Form zurück, nur durch diese Transformation kann sich der Indigo dauerhaft an das Gewebe binden.

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Das ist das blaue Wunder.

Zwischen jedem mal eintauchen (Zug) muss gewartet werden, bis der ganze Stoff komplett blau geworden ist. In Falten oder sehr dicken Schichten blaut der Indigo schlecht bis garnicht (H2O-Mangel).
Ab dem 4. Zug sieht man das Grün natürlich nicht mehr so strahlend, aber doch noch klar. Und gefärbt werden so viele Züge, wie dunkel man den Stoff eben haben möchte.

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