Reismehlpapp

Ein wenig haben wir uns mit dem japanischen „Reismehlpapp“ beschäftigt – die Technik ist bekannt als Norizome oder Katazome (wenn die Nori-Paste durch eine Reispapierschablone gestrichen wird).
Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich – teilweise hat die Paste gut reserviert, teilweise gar nicht. Es dürften viele Umgebungsvariablen auf das Ergebnis einwirken: Feuchte des Stoffes, Temperatur und pH-Wert der Küpe und so weiter.

Irgendwann haben wir dann auch versucht, die europäische Papp-Rezeptur mit der japanischen zu verbinden, also haben wir Kupfersulfat bei der Zubereitung der Nori-Paste zugegeben. Das Kupfersulfat hat einen starken Einfluss auf die Indigofärbung, aber wieder etwas unvorhersehbar: teilweise bleiben reservierte Stellen reinweiß, an anderen Stellen (auf dem selben Stück Stoff) färbt der Indigo den Stoff stärker als dort, wo kein Papp drauf ist, wird also dunkelblau. -> Großes Rätselraten. Wir müssen Rücksprache mit dem Chemiker unsere Vertrauens halten.

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Die Nori-Paste wird so ähnlich zubereitet wie Mochi (das japanische Neujahrskonfekt) :  Klebreismehl und Kleiemehl werden feucht zu Knödeln geformt, diese werden gedämpft. Anschließend werden die Knödel zerstampft und mit Kalk- und Salzwasser geschmeidig gemacht.

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